Südtiroler Bräuche und Legenden
Das Kirchtagsfest, Almabtrieb, Die kirchlichen Feste, Die Bärensage...
Das Kirchtagsfest
Das Kirchtagsfest, im Volksmund „Kirschta“ genannt, hat in Olang eine lange Tradition, bei dem sich nicht nur die einheimische Bevölkerung trifft, sondern es auch für die Feriengäste ein Erlebnis ist, dabei zu sein und den Hauch der Bräuche und der einheimischen Geselligkeit zu spüren.
Almabtrieb
Im Laufe des Monats September wird das Vieh ins Tal gebracht. Dies nennt man Almabtrieb.
Hatten die Sennen ein gutes Jahr und hat das Vieh kein Leid erfahren, werden die Kühe festlich geschmückt und ins Tal getrieben. Dazu bekommen sie einen prächtigen Kopfschmuck verpaßt.
Der Schmuck besteht aus Tannengrün und Alpenblumen, verziert mit bunten Bändern, Flitter und Spiegeln.
Als weiteren Schmuck erhalten die Kühe Glocken um den Hals. Diese sollten mit ihrem Geläut die feindlichen Dämonen auf dem Abtriebsweg vertreiben.
Im Tal werden die Kühe dann in ihre heimischen Ställe geführt. Dort bleiben sie bis zum Frühsommer, wenn um Pfingsten wieder der Auftrieb, der weitaus unspektakulärer ist, erfolgt.
Die kirchlichen Feste
Die kirchlichen Feste unterm Jahr werden von der Olanger Bevölkerung sehr zahlreich und mit grossem Aufwand gefeiert. Die Prozessionen, wie z.B. die Herz-Jesu-Prozession und die Fronleichnamsprozession im Juni, das Erntedankfest, die Christmette an Weihnachten, das Osterfest sind nur einige der vielen kirchlichen Höhepunkte.
15. Jhr.: Die Bärensage
Es geht die Sage, dass einst der Arndtwirt - Bauer bei einem Gang nach Enneberg mitten im dichten Wald auf dem Furkelpaß von einem Bären - andere sagen von Wölfen-angefallen worden sei.
In seiner Angst machte der Arndt das Versprechen, er werde anstelle der bei seinem Hof stehenden hölzernen Kapelle eine richtige Kirche erbauen, wenn er aus der Gefahr errettet würde.
War es dieses Gelübde oder war es die Frömmigkeit und der Wille der Dorfgemeinschaft, die den Geiselsbergern zu einer Kirche verhalfen? Tatsache ist, dass in der 2. Hälfte des 15.Jh. eine Kirche gebaut wurde.
Fresko am Geiselsberger Schulgebäude (gemalt von Prof. Siegfried Pörnbacher) - Foto
Eine andere Sage erzählt:
Beim Abbruch der hölzernen Kapelle oder beim Aufbau der neuen Kirche verletzte sich einer der Zimmermannsleute mit der Axt, sein Blut befleckte das abgetragene Bauholz.
Schwalben trugen blutige Holzspäne auf einen nahegelegenen Hügel und formten sie zu einem Viereck. Die Bauleute verstanden es als ein Zeichen, den Neubau der Kirche dorthin zu verlegen.
Das Kirchtagsfest, im Volksmund „Kirschta“ genannt, hat in Olang eine lange Tradition, bei dem sich nicht nur die einheimische Bevölkerung trifft, sondern es auch für die Feriengäste ein Erlebnis ist, dabei zu sein und den Hauch der Bräuche und der einheimischen Geselligkeit zu spüren.
Almabtrieb
Im Laufe des Monats September wird das Vieh ins Tal gebracht. Dies nennt man Almabtrieb.
Hatten die Sennen ein gutes Jahr und hat das Vieh kein Leid erfahren, werden die Kühe festlich geschmückt und ins Tal getrieben. Dazu bekommen sie einen prächtigen Kopfschmuck verpaßt.
Der Schmuck besteht aus Tannengrün und Alpenblumen, verziert mit bunten Bändern, Flitter und Spiegeln.
Als weiteren Schmuck erhalten die Kühe Glocken um den Hals. Diese sollten mit ihrem Geläut die feindlichen Dämonen auf dem Abtriebsweg vertreiben.
Im Tal werden die Kühe dann in ihre heimischen Ställe geführt. Dort bleiben sie bis zum Frühsommer, wenn um Pfingsten wieder der Auftrieb, der weitaus unspektakulärer ist, erfolgt.
Die kirchlichen Feste
Die kirchlichen Feste unterm Jahr werden von der Olanger Bevölkerung sehr zahlreich und mit grossem Aufwand gefeiert. Die Prozessionen, wie z.B. die Herz-Jesu-Prozession und die Fronleichnamsprozession im Juni, das Erntedankfest, die Christmette an Weihnachten, das Osterfest sind nur einige der vielen kirchlichen Höhepunkte.
15. Jhr.: Die Bärensage
Es geht die Sage, dass einst der Arndtwirt - Bauer bei einem Gang nach Enneberg mitten im dichten Wald auf dem Furkelpaß von einem Bären - andere sagen von Wölfen-angefallen worden sei.
In seiner Angst machte der Arndt das Versprechen, er werde anstelle der bei seinem Hof stehenden hölzernen Kapelle eine richtige Kirche erbauen, wenn er aus der Gefahr errettet würde.
War es dieses Gelübde oder war es die Frömmigkeit und der Wille der Dorfgemeinschaft, die den Geiselsbergern zu einer Kirche verhalfen? Tatsache ist, dass in der 2. Hälfte des 15.Jh. eine Kirche gebaut wurde.
Fresko am Geiselsberger Schulgebäude (gemalt von Prof. Siegfried Pörnbacher) - Foto
Eine andere Sage erzählt:
Beim Abbruch der hölzernen Kapelle oder beim Aufbau der neuen Kirche verletzte sich einer der Zimmermannsleute mit der Axt, sein Blut befleckte das abgetragene Bauholz.
Schwalben trugen blutige Holzspäne auf einen nahegelegenen Hügel und formten sie zu einem Viereck. Die Bauleute verstanden es als ein Zeichen, den Neubau der Kirche dorthin zu verlegen.
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