Entwicklung
Concordia 2000, Kronplatz, Naturrodelbahn Panorama...
Die Concordia 2000 (die größte Glocke im Alpenraum)
Auf dem Skiberg „Kronplatz“ auf 2275m Seehöhe wurde im Sommer 2003 eine große Glocke mit Panoramarelief der umliegenden Berge aufgestellt.
In zentraler Lage wurde eine Panoramaplattform mit einem Durchmesser von 11m errichtet. Auf dieser ist ein Glockenstuhl aus Stahl montiert, auf dem die Glocke „Concordia 2000“ mit Joch und Mechanik aufgestellt ist. Die Gesamthöhe der Konstruktion bis zur Spitze beträgt 21,8m. Den Mittelpunkt des Projektes bildet die „Concordia 2000“ – Glocke mit ihrem Ton „cis“, einem Durchmesser von 3000mm und einer Höhe von 3.110m. Diese Glocke wiegt 18.100kg und wird von einem geschmiedeten Glockenklöppel (500kg) mit ellipsoider Kugelform und achtkantiger Schwung- und Schaftform angeschlagen. Der Antrieb der Glocke erfolgt über zwei elektrisch angetriebene Läutemaschinen mittels elektronischer Steuerung.
Die „Concordia 2000“ ist mit folgender lateinischer Aufschrift geschmückt:
„Donet Deus Populis Pacem“ – Gott schenke den Völkern Frieden
Sie ist die Glocke des Friedens und des Milleniums. Ihr Klang soll den Gedanken des Friedens in Erinnerung rufen..
Gestiftet wurde die „Concordia 2000“ von den Gesellschaften Kronplatz Seilbahn – Olanger Seilbahn – Seilbahnen St. Vigil – Skiarena Miara als Zeichen der langjährigen Zusammenarbeit (25 Jahre Skirama Kronplatz) zwischen Bruneck – Olang – St. Vigil/Enneberg. Die Glocke läutet Mittwochs, Freitags, Samstags und Sonntags jeweils um 12:00 Uhr, sie läutet auch wenn die Todesstrafe in irgendeinem Staat aufgehoben oder ein Verurteilter begnadigt wird sowie bei Beendigung eines Krieges.
Kronplatz
Die geschichtliche Entwicklung des Skigebietes Kronplatz.
Die Vorläufer:Schon lange gab es den Wunsch, den Kronplatz den Bürgern der umliegenden Gemeinden näherzubringen. Erstmals konkret wurde bereits vor dem 1. Weltkrieg die Planung einer Seilbahn betrieben.
Aufgrund der Kriegswirren und der darauffolgenden sozialen und wirtschaftlichen Missstände, kam die Bahn jedoch nicht zu Verwirklichung.Am 19. Jänner 1938 war es abermals soweit. In Bruneck fand eine Sitzung der damaligen "Funivia Dolomiti Monte Corona" - Aktiengesellschaft statt, wo über den Bau einer Schwebebahn von Reischach zum Kronplatz beraten wurde. Der Seilbahnbetrieb war nur für den Sommer ausgelegt. Trotzdem dachte man auch an einen Winterbetrieb und trug sich daher mit dem Gedanken, eine "intensive Propaganda" einzuleiten.Die Genehmigung des Seilbahnprojektes durch die übergeordnete Fremdenverkehrsbehörde lag bereits vor, jedoch existierten keine Kostenvoranschläge der Baufirmen und es erwies sich als schwer, den Finanzierungskredit in Höhe von 1 Million Lire zu beschaffen. Aufgrund dieser Schwierigkeiten wurde über die Auflösung der Gesellschaft beraten und man kam zum Ergebnis, sie doch noch für ein Jahr weiterzuführen. Da nun auch noch das Problem der Option auftrat wurde endgültig der Schlussstrich gezogen und die Vollversammlung beschloss mit einer Stimmenmehrheit die Auflösung der Seilbahngesellschaft.
In den 50er Jahren wurde erneut ein Versuch unternommen den Kronplatz zu erschließen. Abermals war dieses Vorhaben zum Scheitern verurteilt, da von allen Seiten die Unterstützung fehlte.Erfolg war erst dem Bestreben Ernst Lüfters und einer Gruppe weitblickender Bürger beschieden, die Ende der 50er Jahre den Seilbahnbau erneut aufgriffen.
Der Bau der Kronplatz-Seilbahnen:
1959 ergriff Ernst Lüfter die Initiative und gewann für seine Idee das Vertrauen einiger Mitbürger. Am 7. Mai 1960 wurde die "Kronplatz Seilbahn Genossenschaft m.b.H." mit einem Gesellschaftskapital von 550.000 Lire gegründet. Einige Monate später wurde die Genossenschaft in eine Aktiengesellschaft mit der Benennung "Kronplatz Seilbahn AG Bruneck" umgewandelt. Das Gesellschaftskapital war eine Million Lire.Mit dem eigentlichen Seilbahnprojekt hatte es jedoch noch seine Probleme, da das Vorhaben wegen einer zu geringen Förderleistung der geplanten Seilbahn vom römischen Ministerium kein grünes Licht bekam. In der Folge wurden mehrere spezialisierte Betriebe eingeladen, Angebote für den Bau einer Seilbahn von Reischach zum Kronplatz einzureichen.Als endlich eine Firma den Zuschlag erhielt, erwies sich die Beschaffung finanzieller Mittel als Problem, da lediglich 38% des gezeichneten Aktienkapitals eingezahlt waren.
Ein Darlehen von 180 Millionen Lire ermöglichte das Weitermachen. In Folge wurde nun der Bau in Auftrag gegeben. Man fing an, den Grund für die Talstation und für einen Autoparkplatz von den Besitzern zu erwerben, was sich als äußerst schwierig erwies und langwierige Verhandlungen mit sich zog.Im Sommer 1963 gab man den Bau des ersten Skiliftes "Belvedere" in Auftrag. Trotz all dieser Schwierigkeiten konnten die Seilbahn und der "Belvedere"-Lift mit Weihnachten 1963 in Betrieb genommen werden. Damit war der wichtigste erste Schritt abgeschlossen und die Erschließung des Brunecker Hausberges für den Wintersport konnte konkret eingeleitet werden.
Der lange Weg zum Erfolg
Enttäuschend waren die Einnahmen der ersten Skiwinter und es wurde erneut ein Kredit aufgenommen. Der Verwaltungsrat der AG ging jedoch unbeirrt seinen Weg und beschloss den Bau zweier neuer Skilifte an der Nordseite des Kronplatzes.1964 lag eigentlich der finanzielle Zusammenbruch der AG förmlich in der Luft, da einerseits die Verschuldung bereits beachtliche Maße angenommen hatte und wegen der durch die inländischen Banken generell praktizierten Kreditsperre zunächst alle Mittel fehlten, um den laufenden Verpflichtungen nachzukommen.In dieser alles andere als rosigen Situation wandte man sich an österreichische Banken und erhielt ein Darlehen von 5 Millionen Schilling. Dies war nur deshalb möglich, da einige überzeugte Aktionäre eine persönliche Haftung mit Verpfändung ihres Besitzes übernahmen.
Dieses kompromisslose Einstehen für eine Idee hinterließ einen derart guten Eindruck, dass weitere Hilfe von allen Seiten folgte.Das Jahr 1967 brachte die Planung des "Sonnenliftes" auf der Kronplatz-Südseite mit sich, so dass im folgenden Winter eine weitere Aufstiegsanlage angeboten werden konnte. Weiters wurde auch die Fertigstellung der Bergstation mitsamt dem Restaurant ins Auge gefaßt, und gegen Jahresende ging man an die Schaffung einer anspruchsvollen Talabfahrt nach Reischach, die eine weitere Aufwertung des Skigebietes bewirken sollte. Um finanzielle Mittel freizumachen, entschloss man sich 1972 für den Bau eines Appartmenthauses am Kronplatz und den Verkauf der Wohnungen.Die Skisaisonen wurden immer besser und der Kronplatz entwickelte sich zu einem Senkrechtstarter unseres Landes.
Lange Warteschlangen an der Talstation wurden zum Problem und man lief Gefahr, Gäste zu verlieren. Eine zweite Aufstiegslinie von Reischach aus sollte Entlastung bringen. Im Jahre 1973 beschloss man den Bau des Hernegg-Sesselliftes und des Pramstall-Schleppliftes. Die Erschließung des Kronplatzes wurde auch von der Olanger, sowie Enneberger Seite vorgenommen:Im Jahre 1964 wurde in Olang die Alpenlift GmbH gegründet, die 1965 den ersten Schlepplift (Alpenlift) erbaute. Ihm folgten in den Jahren 1968 bis 71 der Prackenlift sowie als Weiterführung zum Gipfel der Kronplatz-Lift.
Erst 1972 wurde mit der Erbauung eines Sesselliftes vom Gassl sowie eines Verbindungsliftes zum Plateau (Arndtlift) die Zubringung vom Gassl ermöglicht. Aus der ursprünglichen Gesellschaft entwickelten sich die "Olanger Seilbahnen GmbH", und die bestehenden Lifte wurden in den Jahren nach 1980 rationalisiert und laufend modernisiert. Heute führt eine moderne Kabinenbahn (6 Personen) vom Gassl bis auf den Gipfel des Kronplatzes. Auch die früheren Pracken und Alpenlifte wurden durch eine neue Umlaufbahn ersetzt. Zudem wurde der 1990 abgetragene Arndtlift im Jahr 2000 wiedererrichtet.
Von den Seilbahnen St.Vigil AG bzw. Skiarea Miara GmbH wurden ab 1963 die ersten Lifte Richtung Furkelpass und 1967 ein Skilift zum Kronplatz (Anschluss Sonnenlift) erbaut. 1974 wurde der Schlepplift durch einen neuen Sessellift ersetzt. Damit war der Skiberg von allen 3 Ortschaften mit Liften und Pisten erschlossen.Im Jahre 1973 gründeten die drei Gesellschaften gemeinsam das Konsortium "Skirama", wobei sie alle vereint enger zusammenarbeiten und im Laufe der Zeit immer wieder kleinere, außenstehende Liftgesellschaften in der Ferienregion Kronplatz in das Skikarussell aufnahmen.Seit Beginn der Tätigkeiten am Kronplatz durch die Gesellschaften wurden die Aufstiegsanlagen immer wieder modernisiert. Veraltete Anlagen wurden durch neue, modernere ersetzt. Eine größere Kapazität und kürzere Wartezeiten waren das Ergebnis. Heute zählt der Kronplatz selbst 24 Aufstiegsanlagen, welche sich auf die Aktiengesellschaft Olang, Bruneck, St. Vigil und auf die Skiarea Miara GmbH aufteilen. Kontaktadresse:Olanger Seilbahnen AGGassl 2339030 Olang BZTel. 0474/592035
Naturrodelbahn Panorama
Olang besitzt eine lange und vor allem erfolgreiche Tradition im Rennrodeln. So kommen gleich mehrere Weltmeister und Olympia-Medaillengewinner aus unserem Dorf: Paul Ambrosi, Karl Brunner, Erich Graber, Hans Graber, Andreas Jud, Oswald Pörnbacher, Hansjörg Raffl, Günther Steinhauser. Die erfolgreichen Athleten waren gute Botschafter unserer Gemeinde und sorgten für deren enormen Bekanntheitsgrad.
Die Rodelweltmeister von 1962: Hans Graber (links) und Paul Ambrosi (rechts) mit dem damaligen Bürgermeister Josef Jud.
Doch Olang hat sich auch als Ausrichter von Rodelrennen einen Namen gemacht: 1971 wurde die Weltmeisterschaft auf Kunstbahn ausgetragen, 1975 und 1980 folgte die Europameisterschaft. Zudem wurden noch zahlreiche andere nationale und internationale Rennen veranstaltet. Im Laufe der Zeit entsprach die alte Kunsteisbahn jedoch nicht mehr den technischen Anforderungen. Zudem wurde der Eiskanal mit Natureis - und nicht wie andernorts mit Kunsteis - präpariert, was erstens viel zeitaufwendiger und zweitens viel wetterabhängiger war. Aus diesem Grund wurde die Kunstrodelbahn Ende der 80er Jahre "eingestellt". Neben den diversen Meisterschaften auf Kunstbahn organisierte der heimische Sportclub auch Rodelrennen auf Naturbahn. Während anfangs die Rennen noch auf dem "Deutschweg" ausgetragen wurden, siedelte man 1982 auf die "Andrat"-Bahn in Oberolang um. Doch auch diese Strecke genügte mit der Zeit nicht mehr dem heutigen Standard. So beschloss der Sportclub Olang, für die anstehende Weltmeisterschaft eine neue Rodelbahn zu bauen. Rechtzeitig für das WM-Testrennen im Jahre 1998 wurde die neue Naturrodelbahn "Panorama" auf der Trasse der alten - in der Zwischenzeit - abgetragenen Kunsteisbahn fertiggestellt. Hiermit verfügt Olang über eine der modernsten Naturrodelbahnen der Welt, welche sogar mit einer Beleuchtungsanlage für die Austragung von Nachtläufen ausgestattet ist. Im Jänner 2000 wurde auf dieser Strecke dann die Weltmeisterschaft im Rodeln auf Naturbahn ausgetragen. Insgesamt mehr als 100 Sportler aus 3 Kontinenten und 25 Nationen kürten vor vielen begeisterten Zuschauern die Besten der Welt.
Auf dem Skiberg „Kronplatz“ auf 2275m Seehöhe wurde im Sommer 2003 eine große Glocke mit Panoramarelief der umliegenden Berge aufgestellt.
In zentraler Lage wurde eine Panoramaplattform mit einem Durchmesser von 11m errichtet. Auf dieser ist ein Glockenstuhl aus Stahl montiert, auf dem die Glocke „Concordia 2000“ mit Joch und Mechanik aufgestellt ist. Die Gesamthöhe der Konstruktion bis zur Spitze beträgt 21,8m. Den Mittelpunkt des Projektes bildet die „Concordia 2000“ – Glocke mit ihrem Ton „cis“, einem Durchmesser von 3000mm und einer Höhe von 3.110m. Diese Glocke wiegt 18.100kg und wird von einem geschmiedeten Glockenklöppel (500kg) mit ellipsoider Kugelform und achtkantiger Schwung- und Schaftform angeschlagen. Der Antrieb der Glocke erfolgt über zwei elektrisch angetriebene Läutemaschinen mittels elektronischer Steuerung.
Die „Concordia 2000“ ist mit folgender lateinischer Aufschrift geschmückt:
„Donet Deus Populis Pacem“ – Gott schenke den Völkern Frieden
Sie ist die Glocke des Friedens und des Milleniums. Ihr Klang soll den Gedanken des Friedens in Erinnerung rufen..
Gestiftet wurde die „Concordia 2000“ von den Gesellschaften Kronplatz Seilbahn – Olanger Seilbahn – Seilbahnen St. Vigil – Skiarena Miara als Zeichen der langjährigen Zusammenarbeit (25 Jahre Skirama Kronplatz) zwischen Bruneck – Olang – St. Vigil/Enneberg. Die Glocke läutet Mittwochs, Freitags, Samstags und Sonntags jeweils um 12:00 Uhr, sie läutet auch wenn die Todesstrafe in irgendeinem Staat aufgehoben oder ein Verurteilter begnadigt wird sowie bei Beendigung eines Krieges.
Kronplatz
Die geschichtliche Entwicklung des Skigebietes Kronplatz.
Die Vorläufer:Schon lange gab es den Wunsch, den Kronplatz den Bürgern der umliegenden Gemeinden näherzubringen. Erstmals konkret wurde bereits vor dem 1. Weltkrieg die Planung einer Seilbahn betrieben.
Aufgrund der Kriegswirren und der darauffolgenden sozialen und wirtschaftlichen Missstände, kam die Bahn jedoch nicht zu Verwirklichung.Am 19. Jänner 1938 war es abermals soweit. In Bruneck fand eine Sitzung der damaligen "Funivia Dolomiti Monte Corona" - Aktiengesellschaft statt, wo über den Bau einer Schwebebahn von Reischach zum Kronplatz beraten wurde. Der Seilbahnbetrieb war nur für den Sommer ausgelegt. Trotzdem dachte man auch an einen Winterbetrieb und trug sich daher mit dem Gedanken, eine "intensive Propaganda" einzuleiten.Die Genehmigung des Seilbahnprojektes durch die übergeordnete Fremdenverkehrsbehörde lag bereits vor, jedoch existierten keine Kostenvoranschläge der Baufirmen und es erwies sich als schwer, den Finanzierungskredit in Höhe von 1 Million Lire zu beschaffen. Aufgrund dieser Schwierigkeiten wurde über die Auflösung der Gesellschaft beraten und man kam zum Ergebnis, sie doch noch für ein Jahr weiterzuführen. Da nun auch noch das Problem der Option auftrat wurde endgültig der Schlussstrich gezogen und die Vollversammlung beschloss mit einer Stimmenmehrheit die Auflösung der Seilbahngesellschaft.
In den 50er Jahren wurde erneut ein Versuch unternommen den Kronplatz zu erschließen. Abermals war dieses Vorhaben zum Scheitern verurteilt, da von allen Seiten die Unterstützung fehlte.Erfolg war erst dem Bestreben Ernst Lüfters und einer Gruppe weitblickender Bürger beschieden, die Ende der 50er Jahre den Seilbahnbau erneut aufgriffen.
Der Bau der Kronplatz-Seilbahnen:
1959 ergriff Ernst Lüfter die Initiative und gewann für seine Idee das Vertrauen einiger Mitbürger. Am 7. Mai 1960 wurde die "Kronplatz Seilbahn Genossenschaft m.b.H." mit einem Gesellschaftskapital von 550.000 Lire gegründet. Einige Monate später wurde die Genossenschaft in eine Aktiengesellschaft mit der Benennung "Kronplatz Seilbahn AG Bruneck" umgewandelt. Das Gesellschaftskapital war eine Million Lire.Mit dem eigentlichen Seilbahnprojekt hatte es jedoch noch seine Probleme, da das Vorhaben wegen einer zu geringen Förderleistung der geplanten Seilbahn vom römischen Ministerium kein grünes Licht bekam. In der Folge wurden mehrere spezialisierte Betriebe eingeladen, Angebote für den Bau einer Seilbahn von Reischach zum Kronplatz einzureichen.Als endlich eine Firma den Zuschlag erhielt, erwies sich die Beschaffung finanzieller Mittel als Problem, da lediglich 38% des gezeichneten Aktienkapitals eingezahlt waren.
Ein Darlehen von 180 Millionen Lire ermöglichte das Weitermachen. In Folge wurde nun der Bau in Auftrag gegeben. Man fing an, den Grund für die Talstation und für einen Autoparkplatz von den Besitzern zu erwerben, was sich als äußerst schwierig erwies und langwierige Verhandlungen mit sich zog.Im Sommer 1963 gab man den Bau des ersten Skiliftes "Belvedere" in Auftrag. Trotz all dieser Schwierigkeiten konnten die Seilbahn und der "Belvedere"-Lift mit Weihnachten 1963 in Betrieb genommen werden. Damit war der wichtigste erste Schritt abgeschlossen und die Erschließung des Brunecker Hausberges für den Wintersport konnte konkret eingeleitet werden.
Der lange Weg zum Erfolg
Enttäuschend waren die Einnahmen der ersten Skiwinter und es wurde erneut ein Kredit aufgenommen. Der Verwaltungsrat der AG ging jedoch unbeirrt seinen Weg und beschloss den Bau zweier neuer Skilifte an der Nordseite des Kronplatzes.1964 lag eigentlich der finanzielle Zusammenbruch der AG förmlich in der Luft, da einerseits die Verschuldung bereits beachtliche Maße angenommen hatte und wegen der durch die inländischen Banken generell praktizierten Kreditsperre zunächst alle Mittel fehlten, um den laufenden Verpflichtungen nachzukommen.In dieser alles andere als rosigen Situation wandte man sich an österreichische Banken und erhielt ein Darlehen von 5 Millionen Schilling. Dies war nur deshalb möglich, da einige überzeugte Aktionäre eine persönliche Haftung mit Verpfändung ihres Besitzes übernahmen.
Dieses kompromisslose Einstehen für eine Idee hinterließ einen derart guten Eindruck, dass weitere Hilfe von allen Seiten folgte.Das Jahr 1967 brachte die Planung des "Sonnenliftes" auf der Kronplatz-Südseite mit sich, so dass im folgenden Winter eine weitere Aufstiegsanlage angeboten werden konnte. Weiters wurde auch die Fertigstellung der Bergstation mitsamt dem Restaurant ins Auge gefaßt, und gegen Jahresende ging man an die Schaffung einer anspruchsvollen Talabfahrt nach Reischach, die eine weitere Aufwertung des Skigebietes bewirken sollte. Um finanzielle Mittel freizumachen, entschloss man sich 1972 für den Bau eines Appartmenthauses am Kronplatz und den Verkauf der Wohnungen.Die Skisaisonen wurden immer besser und der Kronplatz entwickelte sich zu einem Senkrechtstarter unseres Landes.
Lange Warteschlangen an der Talstation wurden zum Problem und man lief Gefahr, Gäste zu verlieren. Eine zweite Aufstiegslinie von Reischach aus sollte Entlastung bringen. Im Jahre 1973 beschloss man den Bau des Hernegg-Sesselliftes und des Pramstall-Schleppliftes. Die Erschließung des Kronplatzes wurde auch von der Olanger, sowie Enneberger Seite vorgenommen:Im Jahre 1964 wurde in Olang die Alpenlift GmbH gegründet, die 1965 den ersten Schlepplift (Alpenlift) erbaute. Ihm folgten in den Jahren 1968 bis 71 der Prackenlift sowie als Weiterführung zum Gipfel der Kronplatz-Lift.
Erst 1972 wurde mit der Erbauung eines Sesselliftes vom Gassl sowie eines Verbindungsliftes zum Plateau (Arndtlift) die Zubringung vom Gassl ermöglicht. Aus der ursprünglichen Gesellschaft entwickelten sich die "Olanger Seilbahnen GmbH", und die bestehenden Lifte wurden in den Jahren nach 1980 rationalisiert und laufend modernisiert. Heute führt eine moderne Kabinenbahn (6 Personen) vom Gassl bis auf den Gipfel des Kronplatzes. Auch die früheren Pracken und Alpenlifte wurden durch eine neue Umlaufbahn ersetzt. Zudem wurde der 1990 abgetragene Arndtlift im Jahr 2000 wiedererrichtet.
Von den Seilbahnen St.Vigil AG bzw. Skiarea Miara GmbH wurden ab 1963 die ersten Lifte Richtung Furkelpass und 1967 ein Skilift zum Kronplatz (Anschluss Sonnenlift) erbaut. 1974 wurde der Schlepplift durch einen neuen Sessellift ersetzt. Damit war der Skiberg von allen 3 Ortschaften mit Liften und Pisten erschlossen.Im Jahre 1973 gründeten die drei Gesellschaften gemeinsam das Konsortium "Skirama", wobei sie alle vereint enger zusammenarbeiten und im Laufe der Zeit immer wieder kleinere, außenstehende Liftgesellschaften in der Ferienregion Kronplatz in das Skikarussell aufnahmen.Seit Beginn der Tätigkeiten am Kronplatz durch die Gesellschaften wurden die Aufstiegsanlagen immer wieder modernisiert. Veraltete Anlagen wurden durch neue, modernere ersetzt. Eine größere Kapazität und kürzere Wartezeiten waren das Ergebnis. Heute zählt der Kronplatz selbst 24 Aufstiegsanlagen, welche sich auf die Aktiengesellschaft Olang, Bruneck, St. Vigil und auf die Skiarea Miara GmbH aufteilen. Kontaktadresse:Olanger Seilbahnen AGGassl 2339030 Olang BZTel. 0474/592035
Naturrodelbahn Panorama
Olang besitzt eine lange und vor allem erfolgreiche Tradition im Rennrodeln. So kommen gleich mehrere Weltmeister und Olympia-Medaillengewinner aus unserem Dorf: Paul Ambrosi, Karl Brunner, Erich Graber, Hans Graber, Andreas Jud, Oswald Pörnbacher, Hansjörg Raffl, Günther Steinhauser. Die erfolgreichen Athleten waren gute Botschafter unserer Gemeinde und sorgten für deren enormen Bekanntheitsgrad.
Die Rodelweltmeister von 1962: Hans Graber (links) und Paul Ambrosi (rechts) mit dem damaligen Bürgermeister Josef Jud.
Doch Olang hat sich auch als Ausrichter von Rodelrennen einen Namen gemacht: 1971 wurde die Weltmeisterschaft auf Kunstbahn ausgetragen, 1975 und 1980 folgte die Europameisterschaft. Zudem wurden noch zahlreiche andere nationale und internationale Rennen veranstaltet. Im Laufe der Zeit entsprach die alte Kunsteisbahn jedoch nicht mehr den technischen Anforderungen. Zudem wurde der Eiskanal mit Natureis - und nicht wie andernorts mit Kunsteis - präpariert, was erstens viel zeitaufwendiger und zweitens viel wetterabhängiger war. Aus diesem Grund wurde die Kunstrodelbahn Ende der 80er Jahre "eingestellt". Neben den diversen Meisterschaften auf Kunstbahn organisierte der heimische Sportclub auch Rodelrennen auf Naturbahn. Während anfangs die Rennen noch auf dem "Deutschweg" ausgetragen wurden, siedelte man 1982 auf die "Andrat"-Bahn in Oberolang um. Doch auch diese Strecke genügte mit der Zeit nicht mehr dem heutigen Standard. So beschloss der Sportclub Olang, für die anstehende Weltmeisterschaft eine neue Rodelbahn zu bauen. Rechtzeitig für das WM-Testrennen im Jahre 1998 wurde die neue Naturrodelbahn "Panorama" auf der Trasse der alten - in der Zwischenzeit - abgetragenen Kunsteisbahn fertiggestellt. Hiermit verfügt Olang über eine der modernsten Naturrodelbahnen der Welt, welche sogar mit einer Beleuchtungsanlage für die Austragung von Nachtläufen ausgestattet ist. Im Jänner 2000 wurde auf dieser Strecke dann die Weltmeisterschaft im Rodeln auf Naturbahn ausgetragen. Insgesamt mehr als 100 Sportler aus 3 Kontinenten und 25 Nationen kürten vor vielen begeisterten Zuschauern die Besten der Welt.
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